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Auszug aus dem Brief des Bürgermeisters der Kreisstadt
Beeskow
Sehr
geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Stadt Beeskow und ihrer Kirche St. Marien,
in den letzten Jahren hat sich in unserer Stadt viel zum Positiven entwickelt.
Besonders in der Innenstadt ist dieser erfreuliche Wandel an den behutsamen
und überzeugend sanierten Gebäuden für jeden nachzuvollziehen
und abzulesen. Der Marktplatz mit seinen ihn säumenden Häusern ist
eine reine Augenfreude geworden.
In Straßen und Gassen trifft man auf viele weitere Beispiele. Stadtmauer,
Burg und Marienkirche sind in großen Teilen restauriert und zeigen, wie
wir unserer Verpflichtung gegenüber dem historischen Erbe gerecht werden.
Oft verbinden sich alt und neu in harmonischer Weise oder aber bilden einen
reizvollen Kontrast.
Unsere Kirche St. Marien ist wieder das eigentliche Wahrzeichen Beeskows. Seit
1992 sind bedeutende Mittel in Sicherung und Ausbau der Kirchenruine geflossen.
Ihr Wiederaufbau ist gleichsam beredtes Zeugnis für eine erfreuliche Entwicklung,
wie sie mitunter nur noch von Gästen unserer Stadt wahrgenommen und anerkannt
wird, zu schnell haben wir Hiesigen uns daran gewöhnt. Mit großer
Genugtuung aber erfahre ich, daß sich viele Beeskower mit dem Vorhaben
an unserer Marienkirche identifizieren und nur noch selten die Frage zu klären
ist: Sollte man das Geld nicht besser an anderer Stelle einsetzen?
In absehbarer Zeit wird unsere Kirche wieder überdacht sein, Mauerlücken
wird es nicht mehr geben, und durch die wieder verglasten hohen Fenster wird
Licht in das Hauptschiff fallen, in dem die Kirchengemeinde zusammenkommen
wird und in dem viele verschiedene Veranstaltungen zu einer breiten und sinnvollen
Nutzung führen werden. Das Seitenschiff soll bestimmten Zwecken für
die Kirche vorbehalten sein und einen Umbau erfahren. Eine multifunktionale
Gestaltung und entsprechende Nutzung aber wird den wiedererbauten großen
Kirchenraum zu einem wesentlichen Teil bestimmen. Viele von uns werden hier
sicher manch schöne Stunde erleben, mag es bei weltlichen oder kirchlich
geprägten Veranstaltungen sein. Oft werden dann Orgelklänge diese
Erlebnisse bereichern oder gar über ein Orgelkonzert bleibende Eindrücke
bewirken können, wenn uns die Finanzierung eines Orgeleinbaus gelingt.
Eine
Orgel für Sankt Marien in Beeskow!
Ist das nicht eine ganz besondere und schöne Möglichkeit, sich direkt
in das Gesamtvorhaben einzubringen, ja einen persönlichen Anteil zu haben
und einen eigenen Beitrag für das Gelingen zu leisten? Ja, das ist so.
Aus gutem Grund darf ich als Mitglied des Fördervereins Marienorgel"
dies sagen und Sie ermuntern, in den Kreis derer zu treten, die schon viel
für die Verwirklichung dieses Traums getan haben. Der Förderverein
Marienorgel" wurde 1992 gegründet, und es erfüllt mich
mit besonderer Freude, daß durch viele Spenden, aber auch durch die Mitgliedsbeiträge
inzwischen eine Summe zusammengekommen ist, die uns ein gutes Stück unserem
Ziel, den Einbau einer Orgel in St. Marien zu finanzieren, näher gebracht
hat. Dennoch sind wir von eben diesem Ziel so weit entfernt, daß wir
mehr Freunde, mehr finanzielle Unterstützung brauchen, wenn wir in 10
Jahren unsere Orgel einweihen wollen.
Wir sind zur Zeit 37 Mitglieder im Förderverein Marienorgel",
jeder bestimmt seine Beitragshöhe selbst. Etwa 1,5 Mio DM wollen wir zusammentragen.
Unser Kontostand weist jetzt 87.577,00 DM aus. Fast müßte man mutlos
werden, wenn man die Summe und die Zeit des Bestehens unseres Vereins in Relation
setzt. In 50 Jahren wäre vielleicht die nötige Gesamtsumme aufgebracht,
wenn es uns weiterhin gelingt, die Beiträge zu leisten und Spenden zu
erhalten.
Wir wollen aber nicht unseren Kindern und Enkeln übertragen, unsere Vision
Wirklichkeit werden zu lassen. Wir wollen selbst erleben, daß die Orgel
eingebaut wird und die Königin der Musikinstrumente mit ihrer Klangfülle
unsere herzen höher schlagen läßt. Dies darf ich für mich
und meine Freunde sagen.
Nun bitte ich Sie: Gehen Sie mit uns diesen Weg. Freuen Sie sich mit uns auf
den Tag, da wir in einer besonderen Stunde unsere Orgel in Sankt Marien einweihen
können. Mein großer
Wunsch ist es, schon im Jahre 2003, wenn wir die 750 Jahrfeier unserer Stadtgründung
begehen werden, auch die Orgel für St. Marien übergeben zu können.
Uns bleiben 7 Jahre! Aus diesem Grunde spreche ich Sie an, meinem Beispiel
zu folgen. Ich habe meinen Beitrag mit 20,00 DM/Monat festgelegt, den ich nunmehr
das 6. Jahr entrichte. Tun Sie es mir gleich, und wenn wir so Verbündete
werden, die ab dem Jahr 1997 diesen Beitrag oder die jeweilige Spende leisten,
dann wird uns gelingen, was unmöglich scheint. Ich würde mich ganz
besonders freuen, wenn Sie sich überhaupt zur Mitgliedschaft in unserem
Förderverein entschließen könnten.
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